Hertie-Stiftung fördert gemeinsam mit sechs Pharmaunternehmen nicht-medikamentöse MS-Therapie

Dieter Korfmann

Rund 2,5 Millionen Menschen sind weltweit an Multipler Sklerose erkrankt. Neben der medikamentösen Therapie gibt es weitere Faktoren und Ansätze, um die chronische Erkrankung und ihre Symptome positiv zu beeinflussen. Die Hertie-Stiftung möchte diese Entwicklung stärken. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen MS-Konsortium der Pharmaindustrie hat sie Fördermittel für Forschung auf dem Gebiet der nicht-medikamentösen MS-Therapie ausgeschrieben.

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Warum es heute so viele MS-Kranke gibt

Dieter Korfmann

Die Zahl der Menschen mit Multipler Sklerose hat sich in Deutschland innerhalb von vier Dekaden verdoppelt. Neben einer höheren Lebenserwartung sind wohl diverse Umweltfaktoren für die steigende Prävalenz relevant.br> Noch immer geistert die Zahl von 120.000 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) durch deutsche Statistiken.
Dass diese rund 40 Jahre alten Daten basierend auf einer Erhebung in Niedersachsen nicht oder nicht mehr stimmen könnten, sei eigentlich jedem MS-Experten klar, sagte Professor Volker Limmroth vom Klinikum der Stadt Köln.

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Empfehlungen zur Medikamenten-Umstellung von Daclizumab

Dieter Korfmann

Die Zulassung für das MS-Medikament Daclizumab (Handelsname Zinbryta®) wurde am 2. März 2018 von der Herstellerfirma zurückgenommen. Patienten dürfen nicht mehr mit diesem Arzneimittel behandelt werden. Dies erfordert ein rasches Reagieren beteiligter Ärzte und Patienten und erzeugt ein hohes Maß an Unsicherheit: Wie soll die Behandlung fortgesetzt werden und wie kann die Umstellung erfolgen? Gerade bei den Patienten, die zuletzt noch mit Daclizumab behandelt werden konnten, ist die Abwägung zwischen dem Risiko neu auftretender MS-Aktivität und unerwünschten Arzneimittelwirkungen infolge additiver Effekte verschiedener Therapien schwierig.

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MS: Schäden der Nervenzellfortsätze umkehrbar durch IL-4?

Dieter Korfmann

Bei der Autoimmunerkrankung MS kommt es zu Überreaktionen des Immunsystems. Infolgedessen werden gesunde Nervenzellen attackiert, was zu einer fortlaufenden Schädigung der Axone führt. Die Degeneration der Nervenzellfortsätze ist allerdings umkehrbar: Neurowissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben herausgefunden, dass Interleukin-4 in der Lage ist, die Schädigung des Axons umzukehren. Die Forscher gehen davon aus, dass die IL-4 Behandlung möglicherweise eine neue Strategie darstellt, um Neurodegeneration in der chronischen MS zu beheben.

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Göttinger Biologen entdecken wichtigen Faktor für Entwicklung der Blut-Hirn-Schranke

Dieter Korfmann

Das sogenannte Hunchback-Protein spielt offenbar eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Blut-Hirn-Schranke. Die Existenz dieses Proteins ist seit langem bekannt. Biologinnen und Biologen der Universität Göttingen konnten nun aber erstmals zeigen, dass der Verlust der Funktion in der Taufliege Drosophila melanogaster dazu führt, dass die Blut-Hirn-Schranke nicht mehr funktioniert.

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Hoffnung auf Therapie von Multipler Sklerose: Neuer Mechanismus entdeckt

Dieter Korfmann

Ein Team von Wissenschaftlern der Universitäten Cambridge und Innsbruck hat bahnbrechende neue Einblicke in zelluläre Signalprozesse gewonnen, welche die Anwendungen von Stammzelltherapien verbessern könnten. Ihre Forschung zeigt, dass die Transplantation adulter, direkt induzierter neuraler Stammzellen in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit die Menge des Immunmetaboliten Succinat verringert.

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Möglicher neuer Therapieansatz bei MS

Dieter Korfmann

Einen möglichen neuen Therapie-Ansatz bei der Behandlung von Patienten mit Multiple Sklerose haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz in Kooperation mit Forschern der Universität von Montreal entdeckt.

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MULTIPLE SKLEROSE-MEDIKAMENT DACLIZUMAB VOM MARKT GENOMMEN

Manuel Grimbach

Nachdem in mehreren Fällen schwere Nebenwirkungen aufgetreten sind, hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) ein Eilverfahren zur Überprüfung des Multiple Sklerose-Wirkstoffes Daclizumab, Handelsname Zinbryta®, eingeleitet. Der Hersteller kündigte an, das Medikament eigenverantwortlich weltweit vom Markt zu nehmen.

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